26.08.2020 / Leserbrief / /

Zwei Familienvorlagen stehen vor der Türe

Zwei Familienvorlagen stehen vor der Türe. Einerseits geht darum, Familien bei der Kinderbetreuung unabhängig vom Betreuungsmodell entlasten. Nicht nur die Drittbetreuung sondern auch die Eigenbetreuung soll Steuerabzügen ermöglichen. Von dieser Vorlage profitiert insbesondere der Mittelstand, welcher sonst kein oder nur geringe Entlastungen erfährt und für seine Kosten in der Regel selber aufkommt. Entgegen den Behauptungen der linken Gegner der Vorlage, profitieren nicht primär die Grossverdiener sondern mittelständische Familien.

Gleichzeitig soll auch ein minimaler Vaterschaftsurlaub von 2 Wochen eingeführt werden. Diese Erhöhung von zurzeit 24 Stunden Vaterschaftsurlaub (weniger als in der Regel für die eigene Hochzeit gewährt werden) auf 2 Wochen ist dringend notwendig. Das Rollenmodell der Väter hat sich in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich verändert. Unser Väter sollen und wollen von Anfang an Verantwortung übernehmen. Der Vorschlag von 2 Wochen ist ein gutschweizerischer Kompromiss, welcher für unsere Wirtschaft vertretbar ist. Der Vaterschaftsurlaub wird paritätisch durch Arbeitnehmer und Arbeitnehmer über die EO finanziert. Die Vorlage ist deshalb für unsere KMUs gar ein Vorteil. Grosskonzerne können von sich aus mit der grossen Kelle Vaterschaftsurlaube erteilen, wogegen unsere KMUs dies in der Regel nicht selber finanzieren können und auf den Erwerbsersatz angewiesen sind.

Ich sage zweimal JA.

Matthias Kessler, Familienvater und Fraktionschef CVP Schwyz