20.08.2019 / Vorstoss / /

Zukünftiger Gebäudestandart im Kanton Schwyz

In der bevorstehnden Energiegesetzrevision soll der Kanton Schwyz Massnahmen berücksichtigen, um die Klimaschutzziele des Pariser Abkommens zu erreichen. In einer Interpellation wollen die Kantonsräte Sandro Patierno und Dominik Blunschy nun in Erfahrung bringen, welche konkreten Massnahmen ergriffen werden sollen und wie die Klimaschutzziele auf Stufe Kanton erreicht werden können.

Aus dem neusten WWF-Rating zur Gebäude-Klimapolitik aller Schweizer Kantone geht hervor, dass der Kanton Schwyz nur die minimalen Anforderungen der Bundes­vorgaben umgesetzt hat. Auch ist ersichtlich, dass die Schwyzer Energiepolitik kaum Aktivitäten für fortschrittliche Massnahmen forciert. Aus diesen Gründen belegt der Kanton Schwyz leider das Schlusslicht der Rangliste zur Gebäude-Klimapolitik.

Bei der Steuerattraktivität ist das Rating genau umgekehrt. Da nimmt der Kanton Schwyz stets eine Spitzenposition ein. Das ist sehr gut und soll auch in Zukunft so bleiben. Für einen fortschrittlichen und prosperierenden Kanton wäre es jedoch wünschenswert, auch in anderen Bereichen innovativer und zukunftsgerichteter zu handeln.

Am 21. Mai 2017 hat das Schweizer Stimmvolk das revidierte Energiegesetz des Bundes angenommen. Es dient dazu, den Energieverbrauch zu senken, die Energie­effizienz zu erhöhen und die erneuerbaren Energien zu fördern. Mit der bevor­stehenden Revision des kantonalen Energiegesetzes und der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) sollen fortschrittliche und sogar vorbildliche Ansätze geschaffen werden. Dadurch kann auch die regionale Wirtschaft profitieren. Unsere Gebäude sollen in Zukunft massiv weniger Energie verbrauchen sowie mit erneuerbarer und einheimischer Energie beheizt werden. Dafür sollen für Hauseigentümer Anreizsysteme geschaffen werden, um ihre Gebäude energetisch zu sanieren.

Zum Wortlaut der Interpellation

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