20.08.2019 / Vorstoss / /

Sperrungen um den Talkessel – Wo steht das Projekt A4 Neue Axenstrasse

Nach den Steinschlägen der vergangenen Wochen, welche die Sperrung der Hauptverkehrsachsen ins Urnerland und nach Gersau zur Folge hatten, wollen die Kantonsräte Matthias Kessler und Daniel Woodtli in ihrer Kleinen Anfrage von der Regierung in Erfahrung bringen, wie weit das Projekt A4 Neue Axenstrasse fortgeschritten ist.

In den vergangenen Wochen gingen an verschiedenen Stellen im Urnerland, aber auch auf Schwyzer Boden Steinschläge nieder, welche die Strassen um den Vierwaldstättersee beschädigten und Sperrungen der Hauptverkehrsachsen ins Urnerland und nach Gersau von mehreren Wochen zur Folge haben. Ob die ungewöhnlich vielen Steinschläge auf den globalen Temperaturanstieg und mithin den Klimawandel zurückzuführen sind und welche Massnahmen diesbezüglich zu treffen wären, muss an anderer Stelle erfragt und beurteilt werden.

Die Steinschläge stellen nicht nur eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer und im Bereich der Strasse von und nach Gersau gar für Wanderer dar, sondern der Talkessel Schwyz wurde von einer Hauptverkehrsachse ins Urnerland abgeschnitten. Zudem kann derzeit durch die Sperrung der Strecke nach Gersau auch die Fähre von Gersau nach Beckenried ans andere Seeufer nicht mehr benützen. Der Bezirk Gersau ist zudem vom Kanton Schwyz ganz abgenabelt und muss, um den Hauptort zu erreichen, den Weg über Küssnacht unter die Räder nehmen.

Auch wenn solche Niedergänge und mithin Sperrungen natürlich durch Sicherungsmassnahmen verhindert werden sollen, so können sie dennoch nicht gänzlich vermieden werden und die Veränderungen der Gesteine in den Steilhängen um Uri, Ingenbohl und Gersau lassen für die Zukunft nichts Gutes vermuten.

Das Projekt A4 Neue Axenstrasse sollte diesbezüglich Abhilfe und vor allem Sicherheit sowie Verfügbarkeit bringen. Die Zeit scheint nun zu drängen.

Zum Wortlaut der Kleinen Anfrage