24.04.2019 / Vorstoss / /

Was geschieht mit dem Amt für Natur, Jagd und Fischerei?

In einer Kleinen Anrage will Kantonsrat Dominik Blunschy, CVP Schwyz, in Erfahrung bringen, inwieweit die Regierung bereits Überlegungen zur Auflösung des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei gemacht hat, und sollte dies der Fall sein, wie sie gedenkt, deren Anliegen auch in Zukunft sicherzustellen.

Kantonsrat und Nationalratskandidat Dominik Blunschy

Diverse Vorkommnisse rund um das Amt für Natur, Jagd und Fischerei haben in letzter Zeit zu erhöhtem Medieninteresse geführt und werfen Fragen auf.

Im Herbst 2018 weigerte sich die Jägerschaft, die vom Amt vorgegebene Nachjagd zu vollziehen. Dies, weil eine Nachjagd aus Sicht des Patentjägerverbandes die Gesundheit der Wildtiere aufgrund einer spätherbstlichen Jagd unnötig gefährden würde.

Nach dem Abgang des Amtsvorstehers im vergangenen Jahr wurde dieser bis heute nicht ersetzt. Anfang Jahr kam es zu einer Kündigung einer langjährigen Mitarbeiterin, die, sich in unüblicher Weise in einem Zeitungsbericht öffentlich über die Zustände im Amt beschwerte. Vor Kurzem wurde ausserdem bekannt, dass der Sekretär des Umweltdepartements zwei Jahre vor seiner Pensionierung ins Finanzdepartement wechselt. Die Öffentlichkeit fragt sich verständlicherweise, wie es um die Stimmung im Departement stehen muss.

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Bestrebungen zur Abschaffung des ANJF im Gange sind. Jedoch wurde bisher nichts öffentlich bekannt gegeben. Vor wenigen Tagen haben nun die Jäger und Fischer mit einem Offenen Brief ihren Unmut ausgedrückt und gegen die Schliessung des ANJF protestiert. In einem Zeitungsinterview im Boten der Urschweiz vom Samstag, 13. April 2019, wird der zuständige Regierungsrat René Bünter zur aktuellen Missstimmung im ANJF, zur geplanten Schliessung des Amtes und zur allgemeinen Zusammenarbeit mit der Jägerschaft und dem Fischereiwesen befragt. Darin erhebt er massive Vorwürfe gegenüber einem Teil der Beschäftigten im ANJF. Erwähnt werden u.a. organisatorische Mängel bei den Wildhütern, ein fehlendes Dienstreglement, fehlende Standards bei der Wochenendablösung oder auch Telefonate, die nicht abgenommen würden.

Zum Download der Kleinen Anfrage

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