09.05.2017 / Leserbrief / / ,

Wandel in der Energiewirtschaft findet statt

Leserbrief zu den beiden Abstimmungsvorlagen vom 21. Mai 2017, der kantonalen Initiative "PlusEnergiehaus" und der Energiestrategie 2050 des Bundes von Kantonsrat Markus Vogler, Illgau

Am 21. Mai stimmen wir einerseits über die Energiestrategie 2050 des Bundes und anderseits über die kantonale Energieinitiative ab. Zwei wegweisende Vorlagen!

Die beiden Abstimmungsvorlagen zielen beide in dieselbe Richtung

  • Unabhängigkeit vom Ausland stärken
  • Arbeitsplätze schaffen und so regionale Wertschöpfung erzielen
  • Mit Nachhaltigkeit einheimische und erneuerbare Energien stärken

Kantonsrat Markus Vogler, Illgau

Die Initiative „PlusEnergiehaus – das Kraftwerk für den Kanton Schwyz“ fordert, dass bei Neubauten der PlusEnergiehaus – Standard eingehalten wird; wobei im Gesetz bestimmt werden kann, welche Bauten ganz oder teilweise von dieser Verpflichtung ausgenommen werden.

Mit der zweiten Forderung geht es darum, für die energetische Instandstellung von bestehenden Bauten zur Reduktion des Energiebedarfs ein Anreizsystem zu schaffen.

Der Einsatz von energieeffizienten Haustechnikkonzepten und erneuerbaren Energien wird dabei vorausgesetzt.

Durch die Sanierung sämtlicher bestehenden Bauten könnten rund 40 % des Gesamt-energieverbrauchs eingespart werden.

Hier kommt der Kernsatz „Die günstigste Energie ist die, welche wir nicht brauchen“ voll zum tragen. Weiter könnten bei Aktivierung der Fördergelder des Bundes durch Schaffung der entsprechenden Rahmenbedingungen durch den Kanton, die Hauseigentümer direkt von Unterstützungsgeldern profitieren. Leider fehlt seitens der Mehrheit des Parlamentes zur Zeit der Wille dazu.

Mit den Forderungen der kantonalen Energie – Initiative in Kombination mit den Zielen der Energiestrategie 2050: Steigerung der Energieeffizienz, Ausbau der erneuerbaren Energien aber insbesondere auch mit dem schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie schaffen wir Arbeitsplätze im Inland, reduzieren wir die Auslandabhängigkeit und erreichen eine saubere, sichere und nachhaltige Energieversorgung. Mit der schrittweisen Umsetzung können zudem die Massnahmen laufend der Marktentwicklung angepasst werden.

Eines ist zudem heute schon klar: Auch wenn wir zu den beiden Initiativen Nein sagen, wird der Wandel in der Energiewirtschaft trotzdem stattfinden, ob wir wollen oder nicht.

Mit Blick in eine sichere und vom Ausland unabhängige Zukunft sage ich deshalb überzeugt JA zu den beiden Vorlagen.