27.04.2017 / Leserbrief / /

Wieso nutzen wir unsere eigenen Energien nicht mehr?

Leserbrief zur Energiestrategie 2050 und der kantonalen Volksinitiative "PlusEnergiehaus" von Kantonsrat Markus Betschart, CVP Muotathal

Kantonsrat Markus Betschart, Muotathal

Die Schweiz verbraucht heute total etwa 250 Mia. KWh Energie pro Jahr. 80 % davon werden importiert. Der grösste Teil davon in Form von Erdöl, Gas und Uran, also fossile und nicht erneuerbare Energien. Diese fossilen Energieträger kosten über 10 Mia. Franken – Geld, das ins Ausland fliesst. Muss das so sein? Nein, wir haben jetzt die Möglichkeit, das zu ändern. Und genau das will die Energiestrategie 2050 und die CVP Initiative «PlusEnergiegebäude – das Kraftwerk für den Kanton Schwyz». Von den importierten fossilen Energien werden nämlich etwa 40 % allein im Gebäudebereich verheizt. Unnötig, denn mit der heutigen Technik ist es ohne weiteres möglich, Gebäude zu bauen, die mehr Energie produzieren als verbrauchen. Sparpotential 3 Atomkraftwerke! Die Mehrkosten dafür sind denn auch sehr schnell wieder amortisiert.
Das Ganze bietet noch viele weitere Vorteile: Unsere Rohstoffe wie Holz, Biogas, Erdwärme usw. bis hin zur Schafwolle, welche als Isolationsmaterial hervorragend verwendet werden kann, werfen wieder mehr Ertrag ab. Die Wertschöpfung bleibt vor Ort. Würden wir alle noch brachliegenden Stalldächer mit Solarpanels belegen, könnten wir das letzte AKW auch noch abschalten.
Der erste Schritt dazu ist, am kommenden 21. Mai für die beiden Energievorlagen ein überzeugendes Ja in die Urne zu legen. Ein Wandel wird so oder so stattfinden, es fragt sich nur wohin. Mit einem ausgeklügelten Anreizsystem kann der ganze Umbauprozess in die richtige Richtung gelenkt werden. Die Kosten sind marginal, mit der Nachhaltigkeit werden sie mehr als abgegolten.
Und zu guter Letzt: Einmal mehr hat der Regierungsrat in dieser Sache die Hausaufgaben schubladisiert. Wir Kantonsbürger können von den, vom Bund schon jetzt zur Verfügung gestellten, Fördergeldern nur träumen. Ein solches Vorgehen können wir jetzt an der Urne mit 2-mal Ja rüffeln!