09.09.2016 / Artikel / / ,

Alle Generationen sagen Nein zur AHVplus-Initiative

Die AHVplus-Initiative der Gewerkschaften mag gut gemeint sein, sie ist aber angesichts der Ausgangslage in der AHV-Kasse und ihren finanziellen Folgen verantwortungslos – und mit 5,5 Milliarden Franken jährlich sauteuer. Sie verhindert die ganzheitliche Reform der Altersvorsorge, für die sich die CVP schon lange einsetzt. Nicht nur die CVP 60+, sondern auch die JCVP und mit uns alle Generationen sagen Nein zur AHVplus-Initiative.

Träume können schön sein, aber es fehlt meist der Realitätsbezug. Die Initiative AHVplus will alle AHV-Renten um zehn Prozent erhöhen. Für viele wäre das wunderschön. Doch hier muss man die Ausgangslage genau anschauen. Seit 2014 wächst das AHV-Defizit. Gemäss den vom Bund aktualisierten Finanzperspektiven wird das Defizit – sofern keine Massnahmen ergriffen werden –  bis zum Jahre 2030 auf 7,5 Milliarden und 2035 auf knapp elf Milliarden Franken anwachsen. Das alles berechnet ohne die AHV-Träume der Gewerkschaften. Es zeichnet sich ein riesiges Loch in der AHV-Kasse ab, das durch die Initiative noch um gut fünf Milliarden jährlich anwachsen würde. Anstatt das Loch zu stopfen würden neue Löcher geschaffen.

Die demographische Entwicklung ist eine Herausforderung

Das Hauptproblem der AHV ist die demographische Entwicklung. Die Geburtenrate ist seit Mitte der 60er-Jahre tief. Aufgrund der Pensionierung der sogenannten Babyboomer-Generation wird sich die Anzahl Rentnerinnen und Rentner in den nächsten 30 Jahren verdoppeln. Die Initianten scheinen diese Entwicklung verdrängt zu haben. Es ist ausserdem sozial nicht sinnvoll gemäss dem Giesskannenprinzip allen Pensionierten mehr AHV auszuzahlen, egal ob sie finanziell darauf angewiesen sind oder nicht.

CVP setzt sich für die Altersvorsorge 2020 ein

Der Vorstand der CVP 60+ ist ebenso klar der Ansicht, dass nun die vom Bundesrat lancierte grosse Rentenreform, die sogenannte „Altersvorsorge 2020“ vorangetrieben werden muss. Diese Reform will eine ganzheitliche Lösung für die erste und zweite Säule unserer Altersvorsorge. Das Ziel muss sein mit dieser „Altersvorsorge 2020“ die Renten der ersten und zweiten Säule in ihrer heutigen Höhe zu sichern.

Diese Jahrhundertreform ist politisch nicht leicht durchzubringen. Es ist daran zu erinnern, dass die beiden letzten Rentenreformen in den Volksabstimmungen gescheitert sind. Deshalb gilt unser Fokus ganz dieser Reform. Die „AHV-Initiative“ steht hierzu völlig quer in der Landschaft und gehört deshalb klar abgelehnt.

Jung und Alt spannen zusammen

Die CVP 60+ und die Junge CVP sagen gemeinsam Nein zur Initiative AHVplus, welche sauteuer ist und das Prinzip der Solidarität zwischen den Generationen gefährdet. Dies zeigen sie in einer gemeinsamen, schweizweiten Fotoaktion.