17.01.2014 / Vorstoss / /

Bildungsexport statt Bildungsabbau

Postulat von KR Simon Stäuble: Regionales Schulabkommen mit dem Kanton Zürich erweitern

Kantonsrat Simon Stäuble, Einsiedeln

Kantonsrat Simon Stäuble, Einsiedeln

Bei den kantonalen Mittelschulen im Kanton Schwyz sinken die Schülerzahlen. Gleichzeitig fehlen im Kanton Zürich  Ausbildungsplätze. Mit einem Postulat verlangt CVP-Kantonsrat Simon Stäuble, dass das regionale Schulabkommen mit dem Kanton Zürich erweitert wird. Mittelschüler aus dem Kanton Zürich könnten so im Kanton Schwyz ausgebildet werden. Die Nettobetriebskosten würden sinken.

Simon Stäuble hat mit seinem Anliegen vor allem die Kantonsschule Ausserschwyz im Visier. Die Schule ist wie die Kantonsschule in Schwyz nicht ausgelastet. Eine bessere Auslastung wäre aus Stäubles Sicht unter anderem dadurch möglich, wenn mehr Schüler aus dem Kanton Zürich in Pfäffikon ihre Matura abschliessen würden. Im Nachbarkanton sind die Mittelschulen  überlastet. Stäuble erwähnt als Beispiel die Situation in den Städten Wädenswil und Horgen. Die Schüler aus diesen zwei Orten fahren mit dem Zug in die relativ weit weg gelegene Kantonsschule Freudenberg. Sicher wäre es für diese Schüler einfacher, ihre Ausbildung in Pfäffikon zu absolvieren. Dafür müsste aber das regionale Schulabkommen mit dem Kanton Zürich geändert werden.

Positiver Effekt auf die privaten Mittelschulen
Die steigenden Nettobetriebskosten der öffentlichen Schulen führen über einen gesetzlich festgelegten Mechanismus zu einer gleichzeitigen Erhöhung der Schulbeiträge an die privaten Mittelschulen. Dies ist unter anderem ein Grund, weshalb die Regierung in ihrem Entlastungsprogramm 2014–2017 massive Reduktionen im Bereich der Finanzierung der privaten Mittelschulen vornehmen will. Der Postulant ist überzeugt, dass mit seinem Vorschlag die öffentlichen Schulen gestärkt werden, dass aber die privaten Mittelschulen indirekt ebenfalls profitieren. Mit einer Effizienzsteigerung und einer stärkeren Auslastung der öffentlichen Mittelschulen würden die vorgeschlagenen Sparmassnahmen bei den privaten Mittelschulen unnötig.

Obwohl nicht explizit im Postulat aufgenommen, erwartet die CVP, dass der Regierungsrat die unter dem Titel „Bildungsexport statt Bildungsabbau“ aufgeworfene Frage auch mit Blick auf weitere Nachbarkantone, insbesondere  die Kantone Zug und Luzern, prüft. Der Kanton Schwyz hat gute Bildungsinstitutionen – es muss in unserem Interesse liegen, diese zu stärken statt sie zu schwächen.

Zum Wortlaut des Postulats