06.06.2018 / Leserbrief / /

Kaufen statt «bibere»

Kantonsrat Dominik Blunschy, CVP Schwyz, zur kantonalen Abstimmung vom 10. Juni 2018 über den Kauf der Liegenschaft Biberhof

Dominik Blunschy, Kantonsrat und Präsident der JCVP Schwyz

Ein strategischer Liegenschaftskauf der Regierung, im Parlament unbestritten, kommt vors Volk. Die Gegnerschaft hat dies völlig legitim erwirkt. Sie argumentiert nun allerdings mit Argumenten die nichts mit dem Geschäft zu tun haben.
Beim Kauf der Liegenschaft Biberhof geht es nicht im Geringsten um das Asylwesen oder Asylrecht. Wer sich an den wenigen armen Seelen stört, die es (ob aus berechtigten oder unberechtigten Gründen) in die Schweiz vertrieben hat, der kann sich beim Bund beschweren. Nun wird jedoch behauptet, der Kauf sei ein „Erwerb eines Asylheims auf Vorrat“ und trage zu einer „Willkommenskultur“ bei. Alle vernünftigen Gründe für den Kauf werden ausgeblendet, Hauptsache das Thema Asylwesen kann weiter bewirtschaftet werden.
Gott sei Dank verfolgt unsere Regierung rein strategische Gründe. Sie will Synergien nutzen durch den Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg und die geplante H8. Selbst bei weiterer Zwischennutzung als Asylheim macht der Kauf Sinn. Statt „bibere“, ob die Liegenschaft weiter genutzt werden kann und zu welchem überrissenen Mietpreis, oder wo die Asylsuchenden sonst untergebracht werden könnten, kann man mit dem Erwerb auch finanziell Sorgen los werden. Ich stimme am 10. Juni 2018 deshalb Ja zum Kauf.