28.03.2018 / Vorstoss / /

Hochwasserschutz Lauerzersee auf Kurs?

In einer Kleinen Anfrage wollen Kantonsrat Dominik Blunschy und weitere Parlamentsvertreter der FDP und SVP von der Regierung erfahren, weshalb es praktisch ein Jahr gedauert hat, um den Umweltverträglichkeitsbericht für den dringend notwendigen Hochwasserschutz des Lauerzersees in Auftrag zu geben und weshalb ein Variantenentscheid erst im Jahr 2020 zustande kommen wird.

Vor Kurzem hat das Umweltdepartement über den Stand bezüglich Hochwasserschutz Lauerzersee informiert. Wir finden es sehr positiv, dass es in dieser Angelegenheit vorwärts geht und wollen der Regierung dafür auch ein Kompliment aussprechen. Die aktuellen und wiederkehrenden Probleme im Zusammenhang mit dem Lauerzersee müssen rasch angegangen werden. Etwas irritierend ist lediglich der Zeitplan, den die Regierung vorlegt.

Gerade wieder das Hochwasser im vergangenen Januar, wegen dem diverse Lauerzer nur noch die sanitären Anlagen in der Mehrzweckhalle verwenden konnten, hat gezeigt, dass grosser Handlungsbedarf besteht. Mehrmals jährlich müssen in Lauerz die Pumpen der Kanalisation abgestellt werden, was dazu führt, dass das Abwasser durch den Lauerzersee in die Gemeinden Steinen und vor allem Schwyz fliesst. Dies ist nicht nur hinsichtlich der schon bald wiederkommenden Badisaison unappetitlich. Ebenso fliesst dieses Abwasser in die Naturschutzgebiete und verschmutzt und gefährdet diese unnötig. Selbst solche kleinen Hochwasser verursachen auch jedes Mal Kosten, ganz zu schweigen von den schweren Hochwassern, welche schliesslich nicht nur immense Kosten sondern gar Lebensgefahr verursachen können.

Diese Gefahren und Kosten gilt es so rasch wie möglich in den Griff zu bekommen. Deshalb möchten wir den von der Regierung vorgestellten Zeitplan hinterfragen. Ein Jahr Studium der Libellen und des Moors scheint uns angesichts der mehrmals jährlich für den Menschen anfallenden Schäden inakzeptabel. Immerhin hält der Regierungsrat nicht mehr bloss an Objektschutzmassnahmen fest, sondern klärt die Möglichkeit einer Seeregulierung ab.

Zum Wortlaut der Kleinen Anfrage