20.02.2018 / Leserbrief / /

Weder Teufelspakt noch Fake-News

Kantonsrat Franz-Xaver Risi in seinem Leserbrief zum Studienauftrag für die Bauprojekte beim Lachner Seeplatz.

Franz-Xaver Risi, Kantonsratskandidat CVP Lachen

Geschätzter Peter Büeler, wir haben grossen Respekt vor Deinen Leistungen als Pädagoge und langjähriger Rektor der heutigen Lachner Mittelpunktschule. Dass Du Dich mit Engagement weiterhin für diese Schule einsetzt, ist verständlich und ehrt Dich. Weniger allerdings, dass Du dabei zwischendurch die Regeln ritzt. In einem ersten Leserbrief hast Du gefragt, welcher Teufel die CVP Lachen geritten habe, den Studienauftrag für die Bauprojekte beim Lachner Seeplatz in Frage zu stellen. Wir dürfen Dich beruhigen: Wir sind keinen Teufelspakt eingegangen; wir haben lediglich das Recht in Anspruch genommen, Fragen zu stellen und nicht einfach alles durchzuwinken. Und wir verbreiten auch keine Fake-News, wie Du uns in einem weiteren Leserbrief am Montag unterstellst. Die Skizze im Flyer «Nein zum unüberlegten Studienauftrag» ist keiner Teufelsfantasie irgendeines Zeichners entstanden. Du weisst ganz genau, dass uns diese Skizze anlässlich der Lachner Gemeindeversammlung vom Gemeinderat präsentiert wurde als Visualisierung einer möglichen Erweiterung. Wir haben nichts erfunden! Die Skizze kann übrigens jederzeit auf der Homepage der Gemeinde Lachen eingesehen werden. Fast schon bösartig ist, wenn Du in einem Leserbrief anführst, ein CVP’ler habe vorgeschlagen, ein Parkhaus an der Zeughausstrasse zu errichten. Das ist jetzt wirklich frei erfunden.

Die CVP Lachen hat sich ihre Stellungnahme zu diesem Studienauftrag nicht einfach gemacht. Uns war klar, dass wir nicht überall auf Gegenliebe stossen werden. Dass wir auch kräftig verbale Prügel erhalten, haben wir erwartet; damit können und müssen wir leben. Wir sind nach eingehender Diskussion zum Schluss gekommen, dass dieser Studienauftrag falsch aufgegleist ist. Die Planungsflächen sind zu weit gefasst. Das unterirdische Parkhaus, inmitten grosser Leitungen, droht Millionen zu verschlingen und ist nach unserer Überzeugung am falschen Standort geplant. Der Zugangsverkehr würde unsinnigerweise durch den ganzen Dorfkern (20er- und 30er-Zone) am Nadelöhr Café Steiner vorbei zum Parkhaus geführt. Und ist es wirklich so verwerflich, wenn wir für die Schulanlagen volle Kostentransparenz fordern? Von Seiten der Behörden wird behauptet, es gebe keine Alternativen. Wir sehen das anders! Zudem wird angeführt, es gehe jetzt nur um einen Studienauftrag, eine Vorabklärung also. Die Erfahrungen aus vielen Bauplanungen lehren allerdings, dass mit einem solchen Studienauftrag bereits wichtige Weichen gestellt werden, die oft nicht mehr rückgängig gemacht werden. Und dafür 650 000.– ausgeben? Wir meinen, das sei sehr viel Steuergeld. Das Teuerste am Bauen ist und bleibt die Fehlplanung!

Die CVP Lachen hat sich seit Jahren konsequent für eine moderne und bedarfsgerechte Sek 1 March stark gemacht. Der jetzt zur Abstimmung vorgelegte Studienauftrag ist unserer Überzeugung nach dafür der falsche Weg. Er schliesst nicht nur unkalkulierbare Risiken ein, sondern ist mit einer viel zu grossen Kelle angerührt. Deshalb stehen wir zu unserer Meinung und bitten die Lachner und Märchler Bürgerinnen und Bürger, zu diesem unüberlegten Studienauftrag Nein zu stimmen.