20.02.2018 / Leserbrief / /

Vielfalt der Medien und kein Einheitsbrei

Kantonsrätin Pia Isler, CVP Feusisberg zur nationalen Volksinitiative über die Abschaffung der Billag-Gebühren ("NoBillag-Initiative").

Kantonsrätin Pia Isler, Schindellegi

Die Radio und Fernseh-Gebühren haben bis jetzt in allen Sprachregionen der Schweiz ermöglicht vielfältige Programme zu erstellen und zu senden. Nun wollen die Initianten dieser Gebühr an den Kragen. Nach dem Moto jeder bezahlt nur noch was er konsumieren will. Das heisst die Initianten wollen ab sofort keine Solidarität mit den Minderheiten in unserem Lande.
Der vom Bund mit Leistungsvereinbarungen definierte Service public würde unnötigerweise einfach fallen gelassen.
Neu würden dann nur noch Radio und Fernseh-Programme ausgestrahlt, die genügend Geld und Werbeeinnahmen bringen. Welche Programme wären das?
Bereits werden über viele Kanäle in unsere Stuben Beiträge aus Deutschland und Italien ausgestrahlt die unglaublich kommerziell aufgebaut sind. Diese Sendeformate will ich für unser einheimisches Radio und Fernsehen nicht auch noch ausgebaut sehen. Diese sind gefüllt mit Werbung und zum Teil fragwürdigem Inhalt.
Das will ich der Schweiz und meinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ersparen. Weiterhin soll die sprachliche und kulturelle Vielfalt unseres Landes auch im Radio und Fernsehen seh und spürbar sein.
Deshalb stimme ich aus Gründen der innerschweizerischen Solidarität und zur Erhaltung unseres vielfältigen Informations- und Kulturangebotes in Radio und Fernsehen „Nein zu No Billag“.