08.02.2018 / Medienmitteilung / /

CVP Lachen befürchtet teure Fehlplanung

Die CVP Lachen sieht sich in ihrer Kritik am Studienauftrag «Neue Schulinfrastruktur Sek 1 March, Mehrzweckhalle und Tiefgarage auf dem Seeplatz Lachen» bestätigt. Nachrechnungen zeigen, dass allein für die Schulanlagen mit Kosten von rund 50 Millionen Franken zu rechnen ist. Dabei gäbe es kostengünstigere und sinnvollere Alternativen. Medienmitteilung der CVP Lachen vom 7. Februar 2018

Für insgesamt 650 000 Franken wollen die Gemeinde Lachen und der Bezirk March einen Studienauftrag lancieren, mit dem Abklärungen für einen Neubau von Schulinfrastrukturen der Sek 1 March, für eine Turnhalle mit Mehrzwecknutzung sowie eine unterirdische Parkierungsanlage auf dem Lachner Seeplatz vorgenommen werden sollen. Die CVP Lachen hat sich seit Jahren konsequent für eine moderne und bedarfsgerechte Sek 1 March stark gemacht. Der jetzt zur Abstimmung vorliegende Studienauftrag ist ihrer Überzeugung nach jedoch klar der falsche Weg. Er schliesst nicht nur unkalkulierbare Risiken ein, sondern ist auch mit einer viel zu grossen Kelle angerichtet. So ist gemäss den vorliegenden Unterlagen vorgesehen, den heute bestehenden Erholungsraum beim Spielplatz stark zu reduzieren. Vor allem der Spielplatz ist für viele, insbesondere Eltern mit Kindern, zu einem wichtigen Treffpunkt geworden, den man nicht so einfach opfern darf. Der in den Gemeinde- und Bezirksbroschüren im Detail unklare Perimeterbeschrieb ist nochmals zu überdenken.

Massive finanzielle Belastungen
Zwar lassen sich die Kosten für den Ausbau der Bezirksschulinfrastruktur zum aktuellen Zeitpunkt erst schätzen. Wer allerdings nach bestem Wissen zusammenrechnet und dabei auch die bereits getätigten Investitionen wie den Kauf der Schulanlage durch den Bezirk, Kosten für den Einbau der Schulküchen, das Provisorium sowie für die Sanierung und Instandstellung des bestehenden Gebäudes und den Neubau für die fehlendenden Infrastrukturen berücksichtigt, kommt unweigerlich auf einen Betrag von rund 50 Millionen Franken. Dabei sind die Ausgaben für jährliche Baurechtszinsen noch gar nicht berücksichtigt. Ausgegeben wird dieser enorme Berg von Steuergeldern aber nicht für eine neue, moderne und bedürfnisgerechte Schulanlage, sondern für ein Sanierungs- und Erweiterungsprojekt.

Für die CVP unbestritten ist, dass im Dorf Lachen zentral gelegene Parkplätze zur Verfügung stehen müssen. Am Seeplatz eine Tiefgarage einzurichten, ist jedoch nicht nur unverhältnismässig teuer, der Standort ist zudem schlicht unsinnig. Eben erst wurde der Dorfkern mit der Kernentlastung vom Durchgangsverkehr entlastet. Und jetzt soll das alles in Frage gestellt werden? Ist es wirklich sinnvoll, Autos auf einem längeren Weg durch eine beruhigte Zone mit Tempo 30 und 20 zum Parkhaus zu führen, statt am Rande der Kernzone die notwendige Parkplatzinfrastruktur zu realisieren. Es gibt sinnvolle Alternativen: beispielsweise beim alten EW, nur 200 Meter entfernt – diese Lösung wäre erst noch viel kostengünstiger.

Nicht nachvollziehbar ist, dass niemand an die bestehenden Abwasser- und Meteorwassterleitungen gedacht hat, die heute unter dem Seeplatz durchführen. Es besteht die Gefahr, dass allein für die Lösung dieses Problems Millionen Franken ausgegeben werden müssen und die geplanten Bauten ein riesiges Finanzloch reissen. Aus Sicht der CVP Lachen wäre es richtig, zuerst eine sorgfältige Abklärung dieser Sachlage vorzunehmen, bevor mit einer Projektstudie bereits Präjudizien für spätere Bauten geschaffen werden. Ganz abgesehen davon darf man die Frage stellen, ob es wirklich sinnvoll ist, Autos auf einem längeren Weg durch eine beruhigte Zone mit Tempo 20 und 30 zum Parkhaus zu führen. Und schliesslich ist nach Meinung der CVP Lachen das geplante Investitionsvolumen – allein für die Tiefgarage sind es 21 Millionen
Franken (!) – nochmals zu hinterfragen.

Sinnvolle Alternativen
Die CVP Lachen ist überzeugt, dass mit einem Nein zum Studienauftrag der Weg frei gemacht wird für bessere Lösungen. Und die gibt es, sowohl für die Parkplätze wie auch für die Schulanlagen des Bezirks. So wird offenbar intensiv überlegt, für die Schulanlagen einen möglichen Standort zwischen Lachen und Altendorf zu prüfen. Ein solcher Neubau, der auf die wirklichen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann, käme mit grosser Wahrscheinlichkeit deutlich günstiger zu stehen als die vorgeschlagene Sanierung und Erweiterung beim Seeplatz. Nichts ist teurer als an einer Fehlplanung festzuhalten.