08.09.2017 / Leserbrief / /

Wie du mir, so ich dir?

Nein zur Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen. Leserbrief von Roman Gisler, Gemeindepräsident Lauerz

Roman Gisler, Gemeindepräsident, Lauerz

Kultur ist ein wichtiges Gut und hat seit Jahrhunderten einen festen Platz in unserer Gesellschaft. Der Kanton Schwyz liegt – geografisch gesehen – sehr gut, um die Kulturinstitutionen von Luzern und Zürich zu nutzen. Professionelle Kulturräume oder -Institutionen, wie beispielsweise das KKL, sind für die Zentralschweiz von grosser Bedeutung. Der Kanton Schwyz als Nachbarkanton bzw. die Bevölkerung, profitiert von solchen Kulturstätten und Institutionen.
Nun will man aufgrund von angeblichen „Sparmassnahmen“ die genannte Vereinbarung kündigen. Dies weckt doch Erinnerungen an die einseitige Kündigung des PHZ-Konkordats durch den Kanton Luzern, was zweifellos ein unfairer Akt der Zusammenarbeit der Nachbarkantone war. Man war oder ist in Schwyz noch immer erbost ob der damaligen fragwürdigen Vorgehensweise und hat überhaupt nicht goutiert, was mit der PHZ geschehen ist. Trotzdem ist dies noch lange kein Grund, die Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit zu kündigen. Es scheint mir eher so, als plane man einen Racheakt nach dem Motto „wie du mir, so ich dir“. Dies ist definitiv der falsche Weg und schlecht für die Zukunft. Es soll Vernunft einkehren und staatspolitisch in die Zukunft geschaut werden. Der Kanton Schwyz soll weiterhin ein verlässlicher und vernünftiger Partner für die Nachbarkantone sein. Nur dies sichert in Zukunft eine vertrauenswürdige Zusammenarbeit zwischen den Nachbarkantonen. Der Kanton Schwyz kann nicht nur „Rosinen picken“, sondern hat sich auch entsprechend zu engagieren oder eben sich finanziell zu beteiligen. Dies soll mit der bestehenden Vereinbarung gesichert bleiben,und nicht durch eine unklare Finanzierung über den Lotteriefonds geschehen.

NEIN zur Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen